Theater

Bertolt Brecht Statue

Zusammenfassung von Bertolt Brechts Kleinem Organon für das Theater

Diese Zusammenfassung des Kleinen Organons für das Theater kann sich in keiner Weise auf Vollständigkeit berufen, weil die Theatertheorie von Bertolt Brecht schlicht zu komplex ausgeführt ist. Die wichtigsten Aussagen der 77 Paragraphen des Organons, sind aber so gut als möglich zusammengefasst worden. 

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Autorin: Isabel Sulger Büel, veröffentlicht: 03. Januar 2025.

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Vorrede

Bertolt Brecht will eine Ästhetik aus einer Theaterpraxis untersuchen, die seit einigen Jahrzehnten entwickelt wird. Angestrebt wurde ein Theater des wissenschaftlichen Zeitalters, welches nun auf seine Stellung in der Ästhetik geprüft oder zumindest angedacht werden soll. Brecht will das Theater als eine Stätte der Unterhaltung untersuchen, um herauszufinden, welche Ästhetik uns (ihm) zusagt:

  1. Brecht definiert Theater als etwas, das darin besteht, dass es lebende Abbildungen von überlieferten oder erdachten Geschehnissen zwischen Menschen herstellt, und zwar zur Unterhaltung. Dies gilt sowohl für neues als auch für altes Theater.
  2. Brecht erweitert auf Geschehnisse zwischen Menschen und Göttern, um diese sogleich zu widerlegen und sich auf das Minimum zu beschränken. Theater muss allerdings eine Vergnügung bleiben, da dies die «nobelste Funktion» ist, welche für Theater gefunden wurde.
  3. Theater müssen der Unterhaltung und dem Spass dienen und dürfe auf keinen Fall zu «einem Markt der Moral» werden. Es sollte sein Publikum auch nicht lehren wollen, ausser wenn man sich darin genussvoll in körperlicher und geistiger Hinsicht bewegt. Es soll etwas Überflüssiges bleiben, was bedeutet, dass man für den Überfluss lebt, denn weniger als alles andere bräuchten Vergnügungen eine Verteidigung.
  4. Selbst Aristoteles Tragödientheorie sei nichts weiter als zur Unterhaltung gedacht. Theater sei nicht aus den kultischen Mysterien und den daraus resultierenden Auszügen entstanden, sondern rein aus dem Vergnügen dieser Kulte.
  5. Der Kunst ist es egal, ob sie niedrig- oder hochstehend ist, solange sie damit die Leute vergnügt.
  6. Dagegen gibt es nach Bertolt Brecht einfache und zusammengesetzte Vergnügungen, wobei er die Zusammengesetzten (komplexen) als Teil der grossen Dramatik sieht. Diese sind verzweigter, reicher, widersprüchlicher und folgenreicher in ihren Vermittlungen. (grosse Dramatik verstehe ich als die grossen Dramen der Literatur.)
  7. Die Vergnügungen unterscheiden sich je nach Zeit, in welcher sie existierten. Die attische Demokratie wollte anders unterhalten werden als König Ludwig der Vierzehnte (XIV.). Je nachdem musste Theater andere Abbildungen des menschlichen Zusammenlebens zeigen und in anderer Art gespielt werden.
  8. Brecht fügt an dieser Stelle Beispiele für die unterschiedlichen Situationen der Unterhaltung an, welche von den Hellenen und ihrer Unentrinnbarkeit göttlicher Gesetzlichkeiten, deren Unkenntnis nicht vor Strafe schützt, über die Franzosen mit ihrer graziösen Selbstüberwindung zu den Engländern der elisabethanischen Ära und ihrer Selbstbespiegelung des sich frei austobenden neuen Individuums führen.
  9. Brecht sagt, dass die Vergnügungen an den unterschiedlichen Abbildungen kaum von dem Grad der Ähnlichkeit des Abbilds mit dem Abgebildeten abhingen (Publikum), sondern dass Unkorrektheit, selbst starke Unwahrscheinlichkeit, wenig bis gar nicht störe, solange diese eine gewisse Konsistenz habe und die Unwahrscheinlichkeit von derselben Art blieb.
  10. Wenn man alle Abbildungen, welche seit der Antike im Theater gemacht wurden, berücksichtigt und dabei davon ausgeht, dass sie trotz ihrer Unkorrektheit und Unwahrscheinlichkeit unterhalten haben, stellen wir fest, dass diese uns auch heute noch unterhalten.
  11. Wenn wir uns an Abbildungen aus so verschiedenen Zeitaltern ergötzen können, was die Lebenden der damaligen Zeiten nicht tun konnten, dann müssen wir doch den Verdacht schöpfen, dass wir die Unterhaltung unseres eigenen Zeitalters noch gar nicht entdeckt haben.
  12. Brecht meint, dass wir die klassischen Werke mit einer neuen Methode interpretieren, jener der Einfühlung. Diese wären aber damals weniger wichtig gewesen. Wir speisen einen Grossteil unseres Genusses aus anderen Quellen als jenen, welche von unseren Vorfahren verwendet wurden. Das Theater zeige immer primitivere und sorglosere Abbildungen menschlichen Zusammenlebens und unsere Art zu geniessen sei dabei unzeitgemäss zu werden.
  13. Da wir anders zu dem Abgebildeten stehen als unsere Vorfahren, sind es die Unstimmigkeiten in den Abbildungen der Geschehnisse, was unseren Genuss im Theater schmälern würde.
  14. Wenn wir nach einer unmittelbaren Unterhaltung suchen, nach einem umfassenden Vergnügen, dann müssen wir an uns als eine Gesellschaft (Brecht sagt: Kinder) des wissenschaftlichen Zeitalters denken. Unser Leben sei von einem (ganz) neuen Umfang durch die Wissenschaft bestimmt.
  15. Brecht beschreibt in einer sehr poetischen Art und Weise die Industrialisierung und deren Massenproduktion in Grossfabriken.
  16. Brecht beschreibt poetisch, wie die Geschwindigkeit der Industrialisierung über die Generationen von seinem Grossvater bis zu seinem Sohn zunimmt. Er beschreibt die Zeitabschnitte von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, von Jahr zu Jahr und dann beinahe von Tag zu Tag. Er verwendet die Schreibmaschine, die bei seiner Geburt noch inexistent war. Die Fahrzeuge, welche ihn in einer Geschwindigkeit bewegen würden, die sein Grossvater sich nicht vorstellen konnte. Er fliege, was sein Vater nicht konnte. Er telefonierte (sprach) mit seinem Vater über Kontinente hinweg. Mit seinem Sohn habe er die bewegten Bilder (Fernsehen) der Explosion in Hiroshima gesehen.
  17. Die Wissenschaft habe zwar die Natur und die Umwelt stark geprägt, aber die Denk- und Fühlweise der Gesellschaft sei noch nicht berücksichtigt worden. Diese müsse von der wissenschaftlichen Denk- und Fühlweise noch durchdrungen werden.
  18. Aus Brechts Sicht wird Wissenschaft von einigen wenigen verwendet, um die Natur und andere Menschen auszubeuten und sich zu bereichern. Weiter wird ein immer grösserer Teil von dem, was der Fortschritt aller sein könnte, als Mittel für die Destruktion verwendet, nämlich für gewaltige Kriege. (Brecht schrieb die meisten seiner theoretischen Schriften im Exil in den USA während des Zweiten Weltkriegs. Quelle: Vorlesung Theatergeschichte des 20. Jh. Uni Bern, HS 2021).
  19. Die neue Wissenschaft, die vor etwa hundert Jahren begründet worden sei, befasse sich mit dem Wesen der menschlichen Gesellschaft und entspringe aus dem Kampf der Beherrschten mit den Herrschenden. Seitdem sei etwas vom Wissenschaftlichen in der Arbeiterklasse vorhanden.
  20. Sowohl Wissenschaft als auch Kunst sollen das Leben der Menschen erleichtern: Das eine ist für den Unterhalt gedacht, das andere für die Unterhaltung. Hier verknüpft Brecht Kunst mit Wissenschaft auf eine metaphorische Weise.
  21. Brecht stellt die Frage nach der Unterhaltung, die wir als Gesellschaft eines wissenschaftlichen Zeitalters in unserem Theater vergnüglich einnehmen wollen. Dabei spielen die Aspekte der produktiven Haltung gegenüber der Natur und gegenüber der Gesellschaft eine Rolle.
  22. Die Haltung, welche wir einnehmen wollen, sei eine kritische. Sie muss, was immer sie in Angriff nimmt kultivieren. In unserem Fall muss sie die Gesellschaft umwälzen. Brecht will seine (unsere) Abbildungen der Gesellschaft dem Theaterpublikum in ihre Herzen und Gehirne übermitteln, auf dass sie ihre Interessen, während dem Theaterschauen im Hinterkopf behalten, um sie danach nach ihrem Gutdünken in die Welt zu tragen und zu verändern.
  23. Theater muss zu den Arbeitern und armen Leuten in die Vorstädte gehen und da gespielt werden, damit diese ihren Unterhalt ergattern: Zum einen, um unterhalten zu werden (künstlerisch) und zum anderen, um sich selber zu unterhalten (wirtschaftlich).  Das Theater muss sich in der Wirklichkeit engagieren, um wirkungsvolle Abbilder der Wirklichkeit herstellen zu können und zu dürfen.
  24. Theater soll sich mit dem beschäftigen, was die Arbeiterklasse erfreut. Mit der Weisheit, welche von der Lösung der Probleme kommt. Mit dem Zorn, in dem das Mitleid mit den Unterdrückten sich nützlich zeigen kann. Mit dem Respekt vor der Respektierung des Menschlichen. Das heisst, dem Menschenfreundlichen.
  25. Daraus fliesst die Art und Weise, wie Theater in seinem jeweiligen Kontext gemacht wird, was für die Zuschauenden erneut einen Genuss darstellen soll. Um dabei auch Kritik zu üben, muss das Theater nichts machen, kann aber viel tun. Selbst schwierige Themen (asozial) können der Gesellschaft Genuss bereiten, sofern sie lebendig und überzeugend (mit Grösse) gezeigt werden.
  26. Die Zuschauenden in den gegenwärtigen Theatern seien reine Konsumenten, die zwar sehr wohl Vergnügen empfinden könnten, aber von jeglicher Tätigkeit entbunden seien. Dies sei ein unerwünschter Zustand.
  27. Brecht findet, dass man die Schauspielenden bewundern müsse, da sie mit einem dürftigen Abklatsch der Welt die Gefühle ihrer Zuschauenden so viel stärker bewegen könnten, als die Welt selbst es vermochte.
  28. Dabei sollten die Schauspielenden entschuldigt werden. Sie können weder genauere Abbildungen der Welt noch ungenauere Abbildungen der Welt auf weniger magische Weise zeigen. Ausserdem ist den Zuschauenden vor allem wichtig, dass sie eine widerspruchsvolle Welt mit einer harmonischen vertauschen können. Eine nicht besonders gut gekannte, mit einer die man träumen kann.
  29. In dieser Art sei das gegenwärtige Theater. Es vermöge dadurch die wissenschaftliche Gesellschaft in eine eingeschüchterte, gläubige und gebannte Menge zu verwandeln.
  30. Brecht gesteht dem Theater ein, dass es seit etwa 50 Jahren etwas genauere Darstellungen der Gesellschaft zeige. Dies, indem es Figuren zeige, die gewisse Übelstände aufwiesen oder sogar gegen die Gesamtstruktur der Gesellschaft rebellierten. Das Feld der menschlichen Beziehungen wurde sichtbar, aber nicht durchschaubar, die Empfindungen wurden auf die alte magische Art erzeugt, was Brecht kritisiert.
  31. Der wissenschaftliche Geist würde in der (Natur)wissenschaft festgehalten, ohne auf die Geisteswissenschaft (menschliche Beziehungen) übertragen zu werden. Das betrifft auch das Theater.
  32. Da wir herausgefunden haben, dass uns etwas vorenthalten wird, sollten wir den Vorhang dafür aufziehen.
  33. Das Theater, wie es vorgefunden wird, zeigt die gegenwärtige Struktur der Gesellschaft auf der Bühne. Diese Struktur ist nicht beeinflussbar durch die Zuschauenden, die die Repräsentanten der Gesellschaft sind. Die Struktur auf der Bühne zeigt überall Menschenopfer. Das Barbarische hat eine Kunst erschaffen. Machen wir eine andere.
  34. Brecht hat mit der Einfühlung in die Figuren auf der Bühne Mühe. Er findet, dass die Zuschauenden dadurch nur das Milieu des Gezeigten erfahren. Aber keine weitere Erkenntnis in Bezug auf die Gesellschaft erlangen.
  35. «Wir brauchen Theater, das nicht nur Empfindungen, Einblicke und Impulse ermöglicht, die das jeweilige historische Feld der menschlichen Beziehungen erlaubt, auf dem die Handlungen jeweils stattfinden, sondern das Gedanken und Gefühle verwendet und erzeugt, die bei der Veränderung des Feldes selbst eine Rolle spielen.» (Wörtliche Zitierung)
  36. Das Feld muss in seiner historischen Relativität gezeigt werden können. Dies bedeutet, dass die unterschiedlichen gesellschaftlichen Strukturen in ihrer Eigenheit gezeigt und in ihrer Vergänglichkeit im Auge behalten werden müssen, so dass auch unsere Zeit schon als vergänglich angesehen werden kann.
  37. Wenn die Figuren auf der Bühne durch gesellschaftliche und je nach Epoche unterschiedliche Triebkräfte bewegt werden, dann erschweren wir dem Zuschauenden, sich einzuleben. Die Zuschauenden können nicht bloss fühlen, sondern können höchstens zu der Erkenntnis kommen, dass die Umstände, unter denen die Figuren handeln, sonderbar sind und daraus erkennen, dass auch ihre Umstände, unter denen sie handeln, ebenfalls sonderbar sind. Dies ist der Beginn der Kritik.
  38. Die «historischen Bedingungen» müssen als von Menschen gemacht erachtet werden (und auch, dass sie von Menschen geändert werden können).
  39. Dann fragt sich Brecht, ob eine Person, die ihrer Epoche entsprechend spricht (antwortet) und in anderen Epochen dies ebenfalls tut, einfach alle Epochen darstellt. Daraus leitet er ab, dass jeder aus seiner Klasse und seiner Zeit sprechen (antworten) würde. Darin sieht Brecht, dass der Zeitgeist im Sprechen mitschwingt.
  40. Dieser Zeitgeist im Sprechen erfordert eine Spielweise, die den Geist der Zuschauenden frei und beweglich hält. Der Geist muss während des Zuschauens laufend fiktive Montagen vornehmen können, durch welche die gesellschaftlichen Strukturen (Triebkräfte) in Gedanken abgeschaltet oder ersetzt werden. Durch dieses Verfahren bekommt das Bühnengeschehen etwas Unnatürliches, wodurch die gesellschaftliche Struktur ebenfalls unnatürlich und handelbar wird. (Ich würde für die heutige Zeit das Wort «verhandelbar» verwenden.)
  41. Aus diesem unnatürlichen Bühnengeschehen sollten neue Arten von Gesprächen zwischen den Darstellenden des Proletariats (Landarbeiter) auf der Bühne geschehen. Die Zuschauenden sollten dadurch eine Idee für einen neuen Zeitgeist erhalten.
  42. Brecht referenziert auf die Spielweise beim Theater am Schiffbauerdamm in Berlin zwischen den beiden Weltkriegen, die durch den «Verfremdungseffekt» (V-Effekt) ein Bühnengeschehen erschuf, das seinem Konzept entspricht. Die Effekte verhindern die Einfühlung, allerdings bezwecken sie etwas anderes als die Verfremdungseffekte aus der Antike (Masken).
  43. Die alten Verfremdungseffekte hätten etwas Bizarres, im Gegensatz zu den neuen Effekten. Dies, weil die neuen Effekte wissenschaftlich betrachtet werden und dadurch das Fremde annehmen können. Die neuen Verfremdungseffekte sollen den beeinflussbaren Vorgängen den Stempel des ‹Vertraut sein› wegnehmen, um die Zuschauenden vor dem Einfühlen (Eingriff) zu bewahren.
  44. Brecht sieht den Menschen als Gewohnheitstier, denn was immer dem Menschen vertraut ist, hinterfragt er nicht. Deshalb braucht das Theater die Verfremdungseffekte, denn durch sie bringt es das Publikum zum Wundern und daraus zum Denken. Deshalb muss das Vertraute verfremdet werden.
  45. Die Methode, um diese Verfremdung zu erreichen, behandelt die gesellschaftlichen Zustände als Prozesse und verfolgt diese in Ihrer Widersprüchlichkeit. Für sie existiert alles nur, indem es sich wandelt und darum in Uneinigkeit mit sich selbst ist. Diese Uneinigkeit gilt auch für die Gefühle, Meinungen und Haltungen der Menschen, durch die ihre Art des gesellschaftlichen Zusammenlebens sich ausdrückt.
  46. Unser Zeitalter hat die Lust einzugreifen, denn es kann viel aus dem Menschen gemacht werden. Er muss von aussen verändert werden, deshalb muss man sich ihm gegenübersetzen (uns alle vertretend). Darum muss Theater das, was es zeigt, verfremden.
  47. Die Schauspielenden dürfen sich nicht in Trance versetzen, damit sie das Publikum nicht in Trance versetzen. Sie müssen locker bleiben und nüchtern sprechen (Nicht einlullen).
  48. Die Schauspielenden dürfen sich niemals restlos verwandeln, sondern ihre Figur lediglich zeigen. Ihre Gefühle müssen sie von der Figur fernhalten, damit auch das Publikum seine Gefühle nicht projiziert. Es muss völlige emotionale Freiheit haben.
  49. Die Schauspielenden sind immer zwei Identitäten auf der Bühne, die beide ersichtlich sein müssen. Zum einen müssen sie sich selbst sein und zum anderen die Figur zeigen. Dieser Vorgang ist «die epische» Spielweise, da der einfache (profane) Vorgang gezeigt wird.
  50. Die Schauspielenden sollen ruhig zeigen, dass sie den Verlauf des Stücks kennen und dieses schon zuvor gespielt haben. Sie dürfen dieses «mehr wissen als die Figur» zeigen.
  51. Dies ist besonders bei Massenereignissen besonders wichtig, die die Umwelt stark verändern: Bei der Darstellung von Kriegen und Revolutionen. Weiter soll das Gesprochene beim Zuschauenden sowohl als effektive Stimme als auch in neuer Form gedacht werden können.
  52. Bertolt wünscht sich Widersprüchlichkeit und Experimentierbedingungen, damit die Widersprüche von Taten und Charakter wirklicher Menschen aufgezeigt werden können. Denn im Theater soll die Gesellschaft grundsätzlich als ein Experiment betrachtet werden.
  53. Als Methode der Beobachtung darf Einfühlung während der Proben verwendet werden, doch muss sie von realen Beispielen, also echten, dem Schauspielenden bekannten Menschen, abgeleitet werden. Denn die Einheit der Figur entsteht aus den einzelnen Eigenschaften, die sich widersprechen.
  54. Die Beobachtung sieht Brecht als Hauptteil der Schauspielkunst an, denn die Schauspielenden beobachten ihre Mitmenschen mit all ihren Eigenschaften (Muskeln und Nerven), in einem Akt der Nachahmung, der zugleich ein Denkprozess ist. Denn die Schauspielenden müssen ihr Tun jeweils reflektieren (bedenken).
  55. Wenn die Schauspielenden nicht Nachplapperer (Papagei) oder Nachmacher (Affe) sein wollen, müssen sie Erfahrungen in der Gesellschaft sammeln (Kämpfe der Klassen mitkämpfen). Denn die Welt wird auf der Erde nicht in schöngeistigen Gedanken verändert. Dazu kommt, dass die Gesellschaft kein gemeinsames Sprachrohr hat, solange sie in Klassen gespalten ist. Deshalb für die Kunst «unparteiisch zu sein» einfach bedeutet, «zur herrschenden» Partei zu gehören.
  56. Die Wahl des Standpunktes ist ein weiterer Hauptteil der Schauspielkunst, der aber ausserhalb des Theaters gewählt werden muss (eben in der Gesellschaft). Die Umgestaltung der Gesellschaft ist ein Befreiungsakt. Und es ist die Freiheit, die ein Theater des wissenschaftlichen Zeitalters vermitteln sollte.
  57. Aus dem gewählten politischen Standpunkt haben die Schauspielenden die Rolle zu lesen. Dabei sollen sie eben nicht das natürliche, das menschliche Wählen, sondern das «Nicht-Sondern», das Ungemässe, das Spezielle einbringen, damit das Publikum die beeinflussbare Seite der Rolle sieht. Die Figur muss dem Publikum weniger eingehen, sondern auffallen.
  58. Figuren müssen gemeinsam von allen Schauspielenden erarbeitet werden. Damit die kleinste gesellschaftliche Einheit von zwei Menschen in der Arbeit gewährleistet ist. Bertolt schreibt hier noch dazu: «Auch im Leben bauen wir uns gegenseitig auf.»
  59. Bertolt wünscht sich diese gemeinsame Erarbeitung der Figuren auch, damit Stars sich mehr ins Ensemble eingliedern und die Verhältnisse der Rollen zueinander ausgelotet werden können. Weiter sieht er in der Besetzung von Männerfiguren durch Frauen oder umgekehrt eine Verdeutlichung des Figurengeschlechts und wenn sie von einer komischen Person gespielt wird, dass sie neue Aspekte gewinnen kann.
  60. Durch die gemeinsame Erarbeitung der Rollen erfahren die Schauspielenden mehr darüber, wie sie von den anderen Figuren behandelt werden, und somit mehr über ihre eigene Figur.
  61. Bei den mimischen und gestischen Bewegungen ist darauf zu achten, dass diese trotz der notwendigen Verstärkung nichts von ihrer Aussage verlieren, sondern die ganze Aussage nur verstärken.
  62. Die Schauspielenden sollen kritisch den vielfältigen Aussagen ihrer Figuren und den Aussagen ihrer Gegenfiguren sowie den Aussagen aller anderen Figuren folgen.
  63. Am Beispiel seiner Hauptfigur im gleichnamigen Stück «Galilei» zeigt Brecht, wie eine Figur im eigenen Widerspruch steht.
  64. Über Gesten erfahren die Schauspielenden die Figur, weil sie sich durch sie der gesamten «Fabel» bemächtigen. Erst durch das Erfassen des Ganzen kommt er zur ganzheitlichen Figur. Wenn die Schauspielenden alle Widersprüche ihrer Figur erforscht haben, können sie durch die Fabel die Widersprüche zusammenfügen und auch das Publikum über die Widersprüche wundern lassen.
  65. Die «Fabel» ist mitunter das Wichtigste an der theatralen Aufführung. Denn sie ist die Gesamtkomposition aller gestischen Vorgänge. Die Handlung beinhaltet die Mitteilungen und die Impulse, die das Vergnügen des Publikums ausmachen.
  66. Jedes Einzelereignis hat seinen Grundgestus. Die Schönheit der Gesten muss aber vor allem durch die Eleganz gewonnen werden, in der sie vorgeführt werden.
  67. Die Geschehnisse einer Fabel sind so zu verknüpfen, dass die Knoten auffällig werden. Das Publikum muss darüber urteilen können. An dieser Stelle ist die Verfremdung gefragt. Dabei soll die Struktur der Fabel ein Stückchen im Stück sein (also Nummerndramaturgie), welches durch Titel angekündigt wird. Auf diesen Titeln muss die Pointe der Szene und die wünschenswerte Art der Darstellung erfasst sein. Dann versucht Brecht, unterschiedliche Erzählarten zu erläutern, die er dann aber wie folgt zusammenfasst: «[E]s sind viele Erzählungsarten denkbar, bekannte und noch zu erfindende.»
  68. Die Verfremdung soll vom Stück und den Interessen seiner Zeit abhängen. Auf Grundlage des Stücks Hamlet von William Shakespeare versucht Brecht zu erläutern, wie dieser an der Vernunft, welche er an der Universität gelernt hat, in seinem unvernünftigen Umfeld scheitert. Seine theoretische Vernunft nützt ihm in der Praxis nichts. Das wäre eine Leseart, die nach Brecht umgesetzt werden könnte. Er geht davon aus, dass diese auch seinem Publikum entsprechen würde.
  69. Brecht sieht in allen Vormärschen der Emanzipation, also im gesellschaftlichen Wandel, die Möglichkeit, das Los der Menschheit zu bessern. Sie verschaffen ein Gefühl des Triumphs und des Zutrauens und einen Genuss am Wandel der Dinge.
  70. Die Interpretation der Fabel und ihre Vermittlung durch die Verfremdung sind die Hauptaufgabe des Theaters. Alle sind an dieser Auslegung der Fabel beteiligt: Schauspielende, Bühnenbildende, Maskenbildende, Kostümbildende, Musizierende und Choreografierende. In der Zusammenarbeit bewahren sie aber ihre Selbständigkeit.
  71. Der Gestus des Zeigens wird durch die Lieder im Stück betont. Deshalb sollen die Schauspielenden während der Lieder nicht singen, sondern sich möglichst davon absetzen (also Sprechgesang oder Sprechen). Am besten werden dazu noch theatralische Massnahmen wie Beleuchtungswechsel oder Betitelungen eingesetzt. Die Musik sollte mehr stören als einlullen. Er nennt als gutes Beispiel Eislers Musik zur Fastnachtsszene im Stück «Galilei».
  72. Die Musizierenden erhalten Freiheit dadurch, dass sie das Publikum nicht mehr einlullen müssen. Gleichermassen kriegen die Bühnenbildenden eine Freiheit, weil sie keine illusorischen, realistischen Bühnenbilder mehr bauen müssen. Sie sollen nur Andeutungen machen, die aber geschichtlich oder gesellschaftlich interessantere Aussagen als die ihrer Gegenwart machen. Das Theater von Erwin Piscator wird hier erwähnt.
  73. Die Choreografierenden sollen die Stilisierung des Natürlichen nicht aufheben, sondern steigern. Denn in einem Theater, welches aus der Geste aufgebaut ist, kann eine Choreografie nur gelingen. Schon die Eleganz einer Bewegung und die Anmut einer Aufstellung verfremdet. Die Pantomime ist der Fabel dienlich.
  74. Die beteiligten Abteilungen und Berufe einer Produktion sollen in gemeinsamer Zusammenarbeit sich gegenseitig verfremden.
  75. Sie alle sollen das Publikum des wissenschaftlichen Zeitalters unterhalten: sinnlich und heiter. Das fehlt der deutschen Kultur im Besonderen (stark zusammengefasst).
  76. Die fertiggestellten Abbildungen müssen in völliger Wachheit abgeliefert werden, damit sie in Wachheit empfangen werden können. (Herbert Fischer würde hier von gesunder Konzentration sprechen.) Das Spiel muss die Energie von etwas Fertigem haben, das dem Publikum ausgehändigt wird.
  77. Das gespielte (Abbildungen) muss vor dem gezeigten (Abgebildeten) zurücktreten. Dadurch lässt das Theater den Zuschauenden über das (Zu)schauen hinaus produktiv sein (also während des Stücks nachdenken). Der Arbeiter soll im Theater seine eigene Arbeit als Unterhaltung geniessen und zugleich an seiner unaufhörlichen Verwandlung erschrecken. Im Theater soll er sich in der leichtesten Weise produzieren, denn die leichteste Weise der Existenz ist in der Kunst.
Was denkst du über Bertolt Brechts Kleines Organon für das Theater? Lass es mich in den Kommentaren wissen.
 

Beste Grüsse,
Isabel

Quelle: Bertolt Brecht, Schriften 3 (1942–1956), Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, herausgegeben von Werner Hecht, Jan Knopf, Werner Mittenzwei und Klaus-Detlef Müller, 30 Bände, Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag, Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, Band 23, Seite 65–97.

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phonetische Markierung

Bühnendeutsch lernen: ein Erfahrungsbericht

phonetische Markierung

Mein Schauspielkollege Uwe Peter holt nach vielen Jahren Berufspraxis seinen Abschluss in Schauspiel an der Film Schauspielschule Zürich (FilmZ) nach. Wenn alles gut geht, hat er im nächsten Oktober ein Schauspieldiplom in der Hand. Die grösste Herausforderung stellt allerdings die Sprache dar. Bühnendeutsch zu lernen erfordert viel Einsatz und Geduld. Warum erfährst du in diesem Interview.

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Autorin: Isabel Sulger Büel, veröffentlicht: 16. April 2021,  letzte Aktualisierung: 28. Dezember 2024.

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1. Uwe du bist jetzt seit Oktober 2020 an der Film Schauspielschule Zürich (FilmZ) im Schauspielunterricht. Wie viele Monate übst du nun Bühnendeutsch? Und wie viele Stunden pro Woche in etwa?

Ich übe täglich mit verschiedenen Übungen, sei es mit der Methode der Überartikulation, oder vor dem Spiegel, um nicht zu sehr in die Breite zu sprechen, sondern eher eine Schnute zu machen, oder generell mit den Lippen nach vorne zu sprechen.

Ausserdem habe ich mir Übungen aus dem Buch «Sprechtechnisches Übungsbuch» fotografiert, um mit ihnen zu arbeiten.

Am meisten hat mich bisher das Thema von «E/Ä» beschäftigt und das klappt schon viel besser als zu Beginn.

Ausserdem übe ich über das Gehör, indem ich auf Google mir die Worte vorsprechen lasse.

Was auch eine super Übung ist, ist dass ich mir die Lautschrift über die Worte oder einzelnen Buchstaben schreibe, und so auf dem ersten Blick sehe, ob es sich um ein offenes langes E oder ein kurz gesprochenes E handelt.

2. Was macht dir am meisten Spass daran Bühnendeutsch zu lernen?

Am meisten Spass macht mir, dass man auf diese Weise eine neue Art des Sprechens lernt und man von allen verstanden wird, da es hilft die Deutlichkeit und die Artikulation der Sprache zu verbessern.

Man kann durch die Methodenkompetenz, welche man sich in diesem Lernprozess aneignet, die Sprache verschiedener Figuren noch besser gestalten und mit der Sprache noch besser spielen und dadurch verändern.

3. Was bereitet dir am meisten Mühe am Erlernen von Bühnendeutsch?

Die phonetischen Regeln und die Zungenbeweglichkeit. Zu lernen, wie die Zunge bewegt werden muss damit man den richtigen Laut ausspricht und wie man die richtige Kombination von Bewegungen ausübt und damit die korrekte Aussprache kriegt.

4. Wie hast du dich mit der phonetischen Schrift auseinandergesetzt?

Ich habe in den bisherigen schauspielerischen Ausbildungen nie etwas von Phonetik, oder phonetischer Schrift gehört deshalb war das für mich etwas komplett Neues. Ich habe bis jetzt nicht die alle phonetischen Zeichen auswendig gelernt, aber ich habe einen Spick, um meine Texte mit ihnen zu beschriften, falls dies nötig ist. Diesen Spick habe ich auch, damit ich mich mit ihnen beschäftige und damit das Wort, durch seine Hilfe, von mir korrekt ausgesprochen wird.

5. Hast du irgendwelche Tipps und Tricks, welche du unserer Lesendenschaft weitergeben kannst?

Vor dem Spiegel üben und sich selbst und vor allem die eigenen Mundbewegungen und Lippenbewegungen beobachten. Um die Aussprache zu üben höre ich mir die Aussprache der Worte im Internet an. Dabei suche ich auf Google nach dem Wort und Aussprache.

6. Von deinem kulturellen Hintergrund hergesehen, ist Deutsch deine Muttersprache. Warum musst du nochmal Deutsch lernen?

Deutsch als Muttersprache ist nicht dasselbe wie Bühnendeutsch. Durch die Prägungen meines Elternhauses und meiner Umgebung, welche «Schweizerdeutsch» spricht, also einen Schweizer Dialekt, hat meine Aussprache eine dialektale Einfärbung erhalten. Im privaten Gebrauch spricht man meistens nicht Bühnendeutsch, sondern spricht in seinem Dialekt. Wenn man nun als schauspielende Person im privaten Rahmen spricht, also mit seiner Familie oder seinen Freunden, fällt man gerne in seinen angestammten Dialekt zurück.

7. Wozu brauchen Schauspieler*innen und Schauspieler Bühnendeutsch?

Man braucht es, weil es die Standardsprache der Bühnenschauspielenden ist. Dabei hilft es uns Schauspielenden in unsere Figuren und Charaktere zu schlüpfen und dadurch auch eine andere Aussprache oder Sprechart annehmen zu können, sollte mal etwas anderes als Bühnendeutsch gefragt sein. Man kann die Stimme viel mehr modulieren, bearbeiten, verstellen und man spricht deutlicher.

Bei einem Filmschauspielenden sieht das nochmals ganz anders aus. Es ist wichtig das auch Filmschauspielende eine gute Aussprache haben, aber dort sind öfters dialektale Einfärbungen gefragt oder teilweise sogar gewünscht.

8. Welches Ziel hast du dir gesetzt? Was willst du in Bezug auf die Sprache und Aussprache bis zu deinem Abschluss erreichen?

Mein Ziel ist es Bühnendeutsch so gut zu beherrschen das ich Texte korrekt sprechen kann. Weiter ist es mein Ziel, dass ich die Phonetik-Regeln so beherrsche, dass ich sie auf neue Texte anwenden kann und diese mit der Hilfe der Phonetik-Regeln erarbeiten kann.

Ausserdem habe ich als Abschlussprüfung die Aufgabe einen 40-minütiges Textprogramm zusammenzustellen, welches ich natürlich mit einwandfreiem Bühnendeutsch präsentieren möchte und soll. Dies dann auch mit Texten aus verschiedenen Epochen, welche alle natürlich klingen und sinngemäss interpretiert werden sollen, egal wie kompliziert und komplex die Texte geschrieben sind.

Dann möchte ich deutlicher sprechen, korrekt sprechen und beim Theaterspielen zwischen Bühnendeutsch und dialektalen Einfärbungen wechseln können.

9. Glaubst du mit dem Beherrschen von Bühnendeutsch Vorteile im Arbeitsmarkt zu haben?

Auf jeden Fall, gerade an staatlichen Theaterhäusern ist Bühnendeutsch erwünscht und eine Fertigkeit, welche man beherrschen muss. Wie ich oben schon betont habe fällt mir immer mehr auf, dass man die Schauspielenden und Darstellenden in Kinofilmen oder im Fernsehen nicht mehr gut versteht da die Sprache nur noch so dahin «geschludert» wird und kein grosses Augenmerk mehr auf die Aussprache gelegt wird. Im Film sind Dialekte immer mehr erwünscht, weil durch die dialektalen Färbungen die Szenen «authentischer» wirken.

Mir liegt die deutsche Sprache am Herzen und ich weiss, dass im Deutschenschauspielmarkt egal ob dies im Fernsehen, Filmgeschäft oder auf der Bühne ist, Bühnendeutsch immer noch sehr hoch gewertet und eine sehr wichtige Fertigkeit ist, um Vorteile auf dem Arbeitsmarkt zu haben.

Klar, es ist auch wichtig, um sich selbst besser verkaufen zu können, weil man eine zielsichere und überzeugende Bewerbung einreichen kann und es einem hilft, um überhaupt für ein Casting oder Vorsprechen eingeladen zu werden.

 

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5 Aufwärmübungen vor Aufführungen

5 Aufwärmübungen vor Aufführungen

Wenn ich mich vor eine Aufführung aufwärme und meinen Körper und meinen Geist darauf einstimme, spiele ich viel besser Theater, als wenn ich kalt auf die Bühne gehe. Deshalb teile ich mit dir meine fünf liebsten Aufwärmübungen, mit denen ich mich auf die Bühne vorbereite. Sie bereiten deinen Körper, deine Stimme und deine Emotionen für den bevorstehenden Auftritt vor.

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Autorin: Isabel Sulger Büel, veröffentlicht: 23. März 2021, aktualisiert am 6. Januar 2025.

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1. Ausklopfen

Alleine macht diese Übung weniger Spass als zu zweit. Zu zweit beugt sich der zu ausklopfende vorn über und der klopfende klopft erst sanft den Rücken neben der Wirbelsäule ab. Dann die Arme und Hände, später die Beine. Wenn man mag, kann man noch die Schultern und den Nacken massieren. Wenn ausgeklopft ist, werden alle Körperteile in derselben Reihenfolge ausgestrichen.

Dann läuft der klopfende langsam Wirbel für Wirbel vom Gesäss her die Wirbelsäule hoch und der ausgeklopfte richtet sich sehr bewusst Wirbel für Wirbel wieder auf. Danach fühlt man sich meistens sehr viel leichter, energetisch und wach. Im besten Fall etwas schwebend. Damit der ausgeklopfte wieder Bodenhaftung kriegt, stützt sich der ausklopfende mit den Händen in der Yoga-Pose des herabschauenden Hundes auf die Füsse des ausklopfenden und sagt: «Kamelfüsse». Ich mag Kamele nicht so sehr, deshalb sage ich Elefantenfüsse.

Danach werden die Positionen gewechselt und der ausklopfende wird ausgeklopft. Diese Übung führe ich an einem bestimmten Punkt immer ein, wenn ich Regie führe und die Schauspielenden mögen diese Übung sehr, weil sie löst und erdet. Deshalb fühlen sie ich oft weniger nervös, bevor sie auf die Bühne gehen und spielen entspannter.

2. Lax Vox

Diese Übung habe ich schon in meinem Artikel über die «nützlichsten 55 Dinge für Proben und Aufführungen» geschrieben. Lax Vox ist meine liebste Art meine Stimme auf eine Aufführung vorzubereiten. Dabei benutze ich einen Lax Vox Schlauch und eine Flasche aus Pet, welche etwas mit Wasser gefüllt ist.

Dann nimmt man den Schlauch in den Mund, und bläst mit entspannten backen hinein. Dabei singt man verschiedene Gesangsübungen. Das coole ist, dass man dabei die Stimmbänder aufwärmt und gleichzeitig entspannt, man kann Lax Vox also auch gut nach einer Aufführung benutzen. Während der Übung wärmt man zwar die Stimme auf, aber man beschädigt nichts und die Stimme ist oft besser aufgewärmt als mit herkömmlichen Methoden.

3. Franklin Bälle

Im Method Acting Kurs von Herbert Fischer haben wir etwa dreiviertel der Zeit unseren Körper entspannt. Deshalb massiere ich meine verspannten Körperstellen vor einer Aufführung, um diese zu entspannen. Üblicherweise lege ich mich mit dem Rücken auf den Boden und entspanne meinen Rücken, weil dieser oft am meisten verspannt ist. Dabei lege ich oft einen Ball unter meine Schulter und atme dann in den Schmerz.



Danach lege ich einen solchen Ball oft unter meine Hüfte und atme ebenfalls bewusst dahin, bis sich meine unteren Rückenmuskeln entspannt haben. Zuletzt massiere ich meine Fusssohlen mit dem Ball, weil viele Nervenenden in die Füsse gehen und dann gleich der ganze Körper entspannt und aufgewärmt ist. 



Du kannst mit Franklin Bällen massieren und entspannen, wie du dich gerade lustig fühlst. Dein Körper wird dir schon sagen, was er gerade an Entspannung braucht. Mir hilft dieses Aufwärmen oft, um durchlässiger und damit authentischer auf der Bühne zu sein.

4. Die Stimme mit Sprüchen aufwärmen

Um mich einfach klassischer Weise einzusingen, verwende ich oft ein Lied, welches ich in der Schauspielschule gelernt habe. Ich singe es dir in meinem Video zu diesem Blogartikel vor. Der Text geht wie folgt:

«Memmingen, Memmingen, Memmingen, Memmingen, nono, nono, nono, nono, nono, nono, nono, nono, pla, ple, pli, plo, plu.»

Das singe ich einfach in verschiedenen Tonlagen meist von tiefen Tonarten zu höhen Tonarten vor mich hin, um meine Stimme aufzuwärmen. Danach wärme ich meinen Mund mit einer Konsonantenübung weiter auf. Dazu nehme ich irgendeinen Konsonanten und hänge Vokale und Umlaute an diese an. Diese Übung kenne ich ebenfalls aus der Schauspielschule. Sie klingt, mit dem Konsonanten M, wie folgt:

«Ma, Me, Mi, Mo, Mu, Mä, Mö, Mü, Mau, Mei, Meu.»

Im Prinzip kannst du mit dieser Übung da ganze Alphabet durchsprechen, ohne die Vokale versteht sich. Dann habe ich auch meine Zunge, meinen Mund aufgewärmt und kann eine gute Aussprache und Betonung garantieren.

5. Sich das Spiel vorstellen

Wenn es möglich ist, setze ich mich irgendwo hin, wo ich etwas Ruhe haben kann und stelle mir vor, was ich spielen soll und wie ich es spielen will. Diese Übung habe ich ebenfalls in der Schauspielschule gelernt und kommt anscheinend von einem Tänzer, welcher sich jeweils nur vorstellte, wie er tanzen würde, aber seine körperlichen Energien für die Aufführung sparte, statt wie seine Kollegen die Tänze vor der Aufführung nochmals wirklich zu üben.

Während dem ich mir vorstelle, was und wie ich etwas spielen soll und will, gehe ich den Text und die gewünschten Emotionen durch. Dann prüfe ich nochmals meine inneren Bilder, welche die Emotionen auslösen sollen. Manchmal arbeite ich über den Körper, dann stelle ich mir vor, wie die Energie in meinem Körper sich anfühlen muss bzw. mit welchen Bewegungen ich mir selbst helfen kann.

Wenn ich mit dem ganzen Stück durch bin, bin ich bereit auf die Bühne zu gehen.

Vielleicht magst du mir erzählen, wie du dich auf eine Aufführung einstimmst? Kennst du eine Übung, welche so gut ist, dass sie die ganze Welt kennen sollte? Bist du sehr nervös vor einer Aufführung oder ist es sogar ein Anzeiger, dass du bereit bist Theater zu spielen?

Ich freue mich sehr auf deine Erzählungen.

Wenn du weitere Tipps für Aufwärmübungen vor Aufführungen möchtest, dann ist vielleicht der Artikel „Effektive Aufwärmübungen: Tipps für eine gelungene Performance“ von Scene Talent etwas für dich. Lies mal rein.

Von Herzen,
Isabel

5 Aufwärmübungen vor Aufführungen Weiterlesen »

Hommage ans Theater

Hommage ans Theater

oder «Warum ich es vermisse ins Theater zu gehen.»

Hommage ans Theater

Seit einem Jahr sind die Theater mehrheitlich geschlossen. Theater wird online gezeigt und es ist eigentlich gut gemacht und gut gemeint, aber es ist einfach nicht dasselbe. Ich vermisse Theater. Theater in Ko-Präsenz, Theater mit Menschen in einem Raum, Theater mit Schauspielenden und Publikum. Ich vermisse dieses Ereignis, welches wir Theater nennen. Hier schreibe ich nur über die Guckkastenbühne, aber eigentlich vermisse ich jede Form von Theater. Und ich sage dir warum.

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Autorin: Isabel Sulger Büel, veröffentlicht: 17. März 2021.

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1. Warum Theater Online keine Lösung ist

Ich habe es wirklich versucht, ich habe mir ein Ticket zu Maria Stuart beim deutschen Theater Berlin gekauft und mich gefreut Theater zu schauen. Aber es ist einfach nicht dasselbe. Die Kameras waren irgendwie alle zu weit weg, die Kameraeinstellung unpassend. Und zu allem Übel hat mein Papa noch mitten in der Life-Übertragung angerufen. Ich Idiot bin rangegangen und habe den Höhepunkt verpasst. Im Theater denke ich immer daran, mein Mobiltelefon auszuschalten. Leider kam bei mir die Stimmung nicht wirklich auf, das abgefilmte Stück hat sich einfach nur wie ein schlechter Film angefühlt.

Um einiges besser kam die Produktion «Das Glashaus» vom Jungen DT bei mir an. Da war die Kameraführung genügend Nahe und echt gut. Einen positiven Aspekt hat die Pandemie, ohne sie, könnte ich gar keine Produktionen vom DT schauen, weil ich ganz wo anders wohne. In Bezug auf Theater fehlt mir trotzdem etwas.

2. Die leibliche Ko-Präsenz

Mir fehlte die Energie der Schauspielenden. Diese Energie, mit der Sie den Raum erfüllen. Der Energiewechsel, welcher mit jedem neuen Auftritt und jedem neuen Abgang und jeder noch so kleinen Veränderung gleich den ganzen Saal beeinflusst. Mir fehlte es, in der ersten Reihe zu sitzen und das Handwerk der Schauspielenden zu sehen, wie sie die Emotionen produzieren, wie sie ihre Haltung verändern, wie sie bewusst sprechen. Mir fehlte der Anblick ihrer Spucke, die, durch die saubere Artikulation herausgeschleudert, auf die Bühne fällt.

3. Die Freiheit das anzuschauen was ich will

Weiter störte mich, dass die Kamera mir vorgab, was ich zu schauen hatte. Vielleicht hätte ich lieber gesehen wie der Schauspielende von gerade eben reagiert, wenn das Licht bei ihm ausgeht. Ich hätte gerne gesehen, wie die Schauspielenden aufeinander reagieren, wenn sie sich nur hören können, aber das kam bei mir nicht an. Mir fehlte was bei dieser Online-Theater-Aufführung. Meine Freiheit das anzuschauen und dort den Fokus zu setzten, wo ich will.

4. Die Stimmung im Saal

Mir fehlte die Energie der Zuschauenden, wie der Raum unter dem Einfluss des Spiels manchmal vibriert. Mir fehlten die Seufzer, die Lacher, das Raunen der Zuschauenden. Mein Zimmer war leider menschenleer. Da waren keine gespannten Gesichter im Raum und da waren keine Schauspielenden, welche die Zuschauenden beeinflussten. Die Energie, auch wenn gut gespielt, kam bei mir nicht an. Vielleicht muss ich beim nächsten Mal meine Freunde einladen, damit wenigsten etwas an dieser Situation stimmt.

5. Nach dem Stück zusammensitzen

Ich vermisse es, nach dem Sehen des Theaterstücks mit meinen Freunden oder den Schauspielenden oder beiden an einem Tisch zu sitzen und über Theater zu sprechen. Mich auszutauschen, über Patzer zu lachen oder zu fragen, wie sie diese oder jene Szene gemeistert haben. Die Freude über eine gelungene Aufführung mit den Beteiligten zu teilen. Oder zuzuhören, was besser oder anders laufen sollte. Ich vermisse es über Handwerk, Stücke, Autoren oder über andere künstlerische Einflüsse aufs Theater zu sprechen. Neues über das Theater zu lernen. Neue Erfahrungen mit Theater zu machen. 


Ich vermisse Theater. Sehr sogar.

Vermisst du Theater so sehr wie ich? Wie gehst du mit den Restriktionen der Covid-19 Pandemie um? Wird es dir manchmal auch zu viel immer nur Theater online schauen zu können?

Ich freue mich sehr auf deine Erzählungen.



Von Herzen,

Isabel

Nachtrag vom 11. November 2021
Heute ging ich im Rahmen einer Aufführung, bei welcher wir für INTRIGE – Magazin für junges Theater schreiben, born to shine im Schauspielhaus schauen. Es war eine gelungene Inszenierung und eine Wohltat Theater in seiner natürlichen Umgebung zu erleben. 

 

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5 Fragen zu deinem Praktikum beim Theater

5 Antworten zu deinem Praktikum beim Theater

5 Fragen zu deinem Praktikum beim Theater
In diesem Artikel erfährst du alles was ich über eine Hospitanz am Theater weitergeben kann. Ein Praktikum ist auf jeden Fall abenteuerlich, spannend und lehrreich. Wer weiss, möglicherweise packt auch dich das Theaterfieber. Deshalb findest du hier alle Antworten, auf 5 Fragen zu deinem Praktikum beim Theater.

Dieser Artikel enthält Amazon Partner Links, was bedeutet, dass ich eine Kommission erhalte, solltest du durch einer der Links auf meiner Seite etwas einkaufen.
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Autorin: Isabel Sulger Büel, veröffentlicht: 23. Dezember 2020.

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Wer kann eine Hospitanz an einem Theater machen?

Interessanterweise wird ein Praktikum an einem Theater Hospitanz genannt. Hospitant bedeutet nach Duden (23. Auflage) «als Gast bei Hochschulen zuhören». Wenn es nur darum geht da zu sitzen und zu zuhören, kann sich jeder für eine Hospitanz bewerben. Ich bin erst nach meiner Matura auf die Idee gekommen, mal an einem Stadttheater eine Hospitanz zu machen, aber eigentlich kannst du das machen, sobald du Zeit dafür hast. Dein Hintergrund ist unwichtig, wichtig ist dein Interesse am Theater. Dann musst du dich natürlich als Hospitant*in bei einem Stadttheater bewerben. Meistens handelt es sich bei einer Hospitanz um eine Regiehospitanz.

Ich habe meine Regiehospitanz unter der Regie von Stefan Huber im Projekt «Paradise City» am Konzert Theater Bern gemacht, denn da hatte ich gerade Zeit und Lust und ich kannte Stefan Hubers Arbeit schon vom Musical Titanic in Bad Hersfeld, welches schlicht ein Meisterwerk war. Mein Chef, Regieassistent Joel Mähne, war sehr froh um eine Hospitantin für dieses Projekt und ich war sehr froh bei diesem Projekt dabei zu sein. Hier also die erste Antwort, auf die 5 Fragen zu deinem Praktikum beim Theater.

Was sind deine Aufgaben als Hospitantin?

Im Allgemeinen gilt das Klischee, dass man als Hospitant*in nur zuhört und im besten Fall Kaffee für den Regisseuren oder die Regisseurin holt. Meine Erfahrung war, dass man als Hospitant seine Aufgaben selbst schafft. Dadurch, dass ich den für mich verantwortlichen Regieassistenten immer wieder fragte, was es noch brauche und was ich für ihn übernehmen könne, war ich schliesslich, zusätzlich zur Kaffeemaschine, auch für das Führen des Regiebuchs, die Requisitenliste und die Anweisung der Statisterie verantwortlich. 

Die Betreuung der Requisitenliste beinhaltete auch die Kommunikation mit der Requisitenabteilung im Theater. Manchmal durfte ich sogar für fehlende Schauspielende einspringen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ich selbst schon Regie in kleinerem Rahmen geführt habe und Theatererfahren bin. Für dich musst du also selbst abschätzen, was du dir zutraust und wo du das Regieteam unterstützen kannst. Hier also die zweite Antwort, auf die 5 Fragen zu deinem Praktikum beim Theater.

Warum macht man eine Hospitanz?

Wenn du eine Karriere beim Theater anstrebst oder Theaterluft schnuppern willst, empfehle ich dir grundsätzlich einmal eine Hospitanz. Einfach um einen Einblick und ein Gefühl für diese Welt zu erhalten. Während diesem Praktikum kannst du abschätzen, in welchen Bereich am Theater du am besten passt und in welcher Position du am meisten Potential ausschöpfen kannst. Schliesse dabei gleich eine Karriereplanung ein. 

Wenn dich das Theaterfieber fesselt, dann machst du weitere Hospitanten, bis du eine Anstellung als Regieassistent*in bekommst. Von da würde der nächste Karriereschritt mit der Zeit Regisseur*in sein und dann könntest du es möglicherweise sogar zur Intendanz schaffen. Wichtig ist, dass du dir jeweils ein Arbeitszeugnis für dein Hospitanz ausstellen lässt. Hier also die dritte Antwort, auf die 5 Fragen zu deinem Praktikum beim Theater.

Was muss du für eine Hospitanz mitbringen?

Wie schon gesagt, brauchst du Zeit. Ich empfehle ich dir eine Hospitanz in deiner Stadt zu machen, weil die Arbeitszeiten am Theater üblicherweise von 10.00–14.00 Uhr und von 18.00–22.00 Uhr gehen und lange Wege mit der Zeit anstrengend werden. Samstage sind an gewissen Theatern auch Probetage, stell dich also auch auf Samstageinsätze ein. 

Durchhaltevermögen und Geduld sind Eigenschaften, welche am Theater von Vorteil sind. Gewünscht sind Kommunikations- und Organisationstalent, Belastbarkeit, teamorientiertes und genaues Arbeiten. Darüber hinaus würde ich allgemeines Interesse am Theater voraussetzen. Hier also die vierte Antwort, auf die 5 Fragen zu deinem Praktikum beim Theater.

Was musst du sonst noch wissen?

Da die Probezeiten über die Mittagszeit hinaus gehen, ist es von Vorteil Snacks bei Proben dabei zu haben. Einen Block und ein Stift oder ein Laptop kann je nach Aufgabe hilfreich sein. Aus praktischen Gründen empfehle ich einen Klemmbinder für das Regiebuch. Ein Klemmbinder bildet eine praktische Unterlage, um sich überall im Theater Notizen machen zu können und schützt dein Regiebuch effektiv vor äusseren Einflüssen.

Eine Hospitanz ist in der Schweiz grundsätzlich nicht vergütet und dauert in etwa sechs Wochen. Wie sich dieser Umstand in Deutschland verhält, muss ich noch herausfinden. Theaterluft ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert und wenn dich das Theaterfieber packt, umso besser. Hier also die fünfte Antwort, auf die 5 Fragen zu deinem Praktikum beim Theater.

Das waren die fünf Antworten auf die 5 Fragen zu deinem Praktikum beim Theater. Wenn du eine Hospitanz beim Theater in Betracht ziehst, bewirb dich einfach beim nächsten Theater, welches dich interessiert. In der Schweiz bewerben sich wenige Leute auf eine Hospitanz. Deshalb hast du gute Chancen. Solltest du dich auf eine Hospitanz bewerben, interessiert dich vielleicht auch mein Artikel zu 55 nützliche Dinge für Proben und Aufführungen. Hoffentlich hat dir dieser Artikel geholfen und motiviert Theaterluft zu schnuppern. Wer weiss, vielleicht packt dich das Theaterfieber.

Vielleicht hast du auch eine Regiehospitanz gemacht und magst mir von deinen Erfahrungen berichten. Wie hast du diese 6 Probenwochen erlebt? Gab es etwas, was du besonders hervorheben kannst? Vielleicht hast du etwas gelernt, was du mit mir teilen magst?

Ich freue mich sehr auf deine Erfahrungen.

Von Herzen,
Isabel

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